kompletter Beitrag folgt in Kürze…
Korsika – Warum ausgerechnet schon wieder Frankreich?
Geplant war eigentlich die Balkanroute – aber wir haben ja nicht ohne Grund einen Camper. Angeschafft haben wir ihn zum Einen weil wir mit Hund reisen, aber vor allem auch, weil ich mich dann nicht schon vorher entscheiden muss. Bzw. ich habe mich ja meistens entschieden, aber entscheide mich auch gerne nochmal um. Leon plant zwecks Urlaub meistens erst eine Woche vorher, weil er erstmal abwartet, ob ich mich noch umentscheide. Balkan, Osteuropa sollte es werden. Ich war hyped, hab geplant, die Route links rum, rechts rum, mit Kroatien, ohne.. aber am Ende – hat alles nicht funktioniert, weil wir zu spät die entsprechenden Hunde Zertifikate bekommen hätten. Der zweite Plan war Italien von Nord bis Süd zu erkunden. Stand schon eine weile auf meiner Liste. Auf dem Rückweg wollte ich dann über Sardinien und Korsika zurückfahren. Wilde Idee, wenn ich am Ende bedenke, dass unsere 2,5 Wochen gerade so gereicht haben alleine für Korsika und An- sowieso Abreise. Korsika – eines Abends im Bett hab ich nochmal über die Insel recherchiert und wir haben dann beschlossen, dass es „nur“ Korsika wird. Entgegen unserer sonstigen Reiseweise sollten es diesmal weniger Kilometer sein, dafür mehr das Leben im Moment, mehr Vorort und ggf. länger an den Orten als uns abhetzen zu müssen. Als wir dann die Fähre gebucht hatten, war dann die finale Entscheidung gefallen und eine Möglichkeit zum Umentscheiden wäre dann einfach nur noch teurer geworden. Das Korsika zu Frankreich gehört weiß der eine oder die andere eventuell nicht, da es geografisch charmant neben Italien liegt. Erst bei der Überfahrt ist uns bewusst geworden, was Frankreich bedeutet: kein Freistehen also Campingplatzpflicht, Camper sind generell nicht herzlichst willkommen & wenn du nicht etwas französisch kannst, bist du generell unten durch. Unser Glück, dass Leon im Urlaub sich immer wieder ganz gut an sein Schulfranzösisch erinnert im Gegenteil zu mir. Ich kann nichts außer Merci & Au Revoir – noch schlimmer, durch die 3 Tage Italien vorher konnte ich noch nicht mal das „Scusi“ ablegen. Zu den Gegebenheiten vor Ort später noch etwas mehr.
Mini Roadtrip oder Anreise nach Korsika Schloss Neuschwanstein – Dolomiten – Mantua – Florenz
Die Anreise von Deutschland lässt sich ebenfalls sehr gut als Mini Roadtrip verpacken. Besonders die Tage bevor wir die Fähre genommen haben, waren vielfältig und divers. Schloss Neuschwanstein Egal von wo ihr / du in Deutschland startet/ startest empfehlen wir einen Zwischenstop am Schloss Neuschwanstein. Rund um das Schloss sind tolle Wanderungen, die sich auch perfekt als Trail Run eignen. Am Lechfall startend, vorbei am Walderlebniszentrum Füssen, geht’s durch den Wald nach Hohenschwangau mit dem schönen Alpsee (hier kann auch sehr gut geparkt und gestartet werden) weiter hoch Richtung Marienbrücke, von der ihr den besten Blick auf das Schloss ergattern könnt. Früh am Morgen oder zur späteren Stunde waren wir dort sogar fast alleine. Hier geht’s zur Wanderung. Die hier angegebene Wanderung führt auch gleichzeitig zu unserem Stellplatz für die Nacht. Entsprechend liegt sie bei 19 km- Die Tour kann aber beliebig variiert werden. Dolomiten Auf dem Weg in den Süden bieten sich die Dolomiten einfach an. Die meist besuchten Spots sind mittlerweile kein Genuss mehr. Ihr müsst teilweise weit im Voraus buchen, stundenlang anstehen mit dem Auto, Zugange wurden limitiert, etc. sodass ich mich schwer tue mit den Dolomiten. Wir haben eine weniger populäre Wanderung rausgesucht, die jedenfalls Mitte Mai wesentlich weniger besucht war.
Das Wandergebiet befindet sich in der Nähe des Naturpark Puez – Geisler. Der Weg, den wir gegangen sind, ist Teil vom Adolf Munkel Trail und mit seinen 8 km eine große Empfehlung. Die Anfahrt zum Parkplatz war herausfordernd – sehr enge Straßen, viele Kurven und das meistens im 2. Gang da die Neigung entsprechend war. Die Parkkosten beliefen sich auf 10€ pro Tag. Egal wie lange oder wie kurz ihr da seid. Mitte Mai lag bei dem Trail noch sehr viel Schnee. Dennoch ein tolles Wandergebiet mit weniger Menschen als bei den üblichen Dolomiten Hot Spots und keineswegs weniger beeindruckend.
Anreise zur Fähre über Mantua
Leon war BTW semi begeistet, denn eigentlich waren wir in diesem Urlaub auf Sonne/ Wärme und Strand eingestellt und ich wollte ja unbedingt noch Berge integrieren, dass da 6 Grad Celvius und Schnee in den Dolomiten auf uns warten, damit hätten wir beide nicht gerechnet. Wir sind dann weiter nach Mantua. Empfehlung der KI als ich einen Zwischenstop suchte, der weniger touristisch ist als die Hot Spots in Italien. Sehr oft, gefallen mir diese Orte deutlich besser als die bekannten. Und es war auch so. Der Stellplatz war eine 10/10. Wir konnten auf einer Schotter-/Grünfläche am Rand der Kleinstadt parken. Es hat sich super sicher angefühlt und war mega schön am See gelegen. Von hier aus ist die Stadt auch fußläufig erreichbar. Hier hatten wir das Gefühl in das Daily Business einzutauchen. Alles war unaufgeregt und durch Zufall hab ich eine regionale Spezialität probiert. Obwohl ich unbedingt Pizza wollte, hatte ich Totelli die Zucca – mit Kürbis gefüllte Teigtaschen. Auch am nächsten Tag schlenderten wir nochmal durch die Stadt. Saßen im Cafe und genossen die Stimmung der Stadt.
Eine Stadt darf nicht fehlen – Florenz
Wenigstens eine Stadt im Urlaub ist meistens auf unserer Reiseroute, die wir aktiv mit einplanen. Wir waren bei unserer Abi Abschlussfahrt dort – ich kann mich daran zwar nicht mehr erinnern, aber ok. Wir haben im Vorfeld, also auf dem Weg von Mantua nach Florenz, bei unseren Recherchen feststellen müssen, dass auch hier den Camper irgendwo abstellen zum einen nicht erwünscht ist zum anderen auch von eingeworfenen Scheiben etc. berichtet wurde, aber es gibt da eine gute Adresse in Florenz bei der Camper parken und übernachten können. Mit 1€ die Stunde und max. 15€/24h ein fairer Preis, inklusive Toiletten. Direkt vor dem Parkplatz fährt ein Bus in die Innenstadt, zu Fuß sind es ca. 40 Minuten und das Cafe um die Ecke können wir auch sehr empfehlen. Einen Nachmittag sowie einen Vormittag reicht für unseren Begriff komplett aus. Besonders zu empfehlen ist die Pizzeria Giotto. Bekannt für außergewöhnliche Kreationen von Pizzen mit einem hervorragenden Service. Außerdem waren sie sehr hundefreundliche. Zusätzlich probierten wir den aktuell sehr gehypeden Sandwichladen, welcher mittlerweile 3 Geschäfte nebenaneinander bzw. gegenüber betreibt.
Es ist egal in welche der Schlangen ihr euch anstellt. Wartezeit betrug etwa 20 Minuten.
Lecker fanden wir es auch, wobei das Bestellen eher stressig ist. Das Sandwich eignet sich perfekt, um es am Fluss Arno zu genießen. Das Highlight jedoch sind die Buchette del Vino (Weinfenster), welche kleine historische Wandöffnungen sind. Die Winzer haben hier seit dem 16. Jhd. Wein direkt an die Fußgänger verkauft. Das wohl bekannteste findest du hier.
Aufenthalt in Livorno bis zur Fährüberfahrt
Am Tag vor der Fähre fuhren wir nach Livorno. Von hier aus brachte uns die Fähre auf Korsika. Einige Camper übernachten in direkter Zufahrt zu der Fähre, wir können aber einen charmanteren Platz empfehlen. Etwas außerhalb des Industriegebietes liegt ein Strand, der unglaublich hundefreundlich ist. Bars und entsprechende Liegen sowohl für Mensch als auch Hund. Die Lokation ist hier verlinkt. Die Anfahrtsstraße ist eine Sackgasse – wir haben hier nachts entspannt stehen können – nur einige Angler sind hin & wieder vorbeigekommen. Am nächsten Tag sind wir Richtung Fähre, plant unbedingt genug Zeit ein, der Weg war relativ schlecht ausgeschildert, aber im Zweifelsfall den deutschen Kennzeichen folgen.
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